Wachstumskrankheiten einer angehenden Beziehung

 

 

 Die frustrierenden Tiefpunkte einer angehenden Beziehung gleichen einer Kinderkrankheit, die vom Beziehungskörper unbedingt durchgemacht werden muss. Die erfolgreiche überstandene Krankheit führt zu einem Wachstumsschub, reiferen, einzigartigen Einsichten und neuen Kräfte zur individuellen sowie beziehungsspezifischen Entwicklung. Wird eine B-Kinderkrankheit durch einen Impfstoff unterdrückt, bleibt die Auseinandersetzung mit dem Wesentlichem an Beziehungskörper und an sich selbst aus. Werden dann naheliegende Möglichkeiten wieder nicht genutzt, entartet die Beziehung leicht zu einer Kompromiss behafteten Zweier-GmbH mit zweifelhaftem Sekundär-Gewinn. Solch eine Beziehung lässt sich dann nur nach Länge bzw. Dauer oder Verdienst und Pflicht hoch qualifizieren. Andere Kriterien wie Vitalität, Anziehung, Liebe, Durchbruch, Förderung und besonders individuelle Freiheit von längst überholten egoistischen Tendenzen kommen gar nicht in Frage. Diese fehlen gänzlich und statt dessen entwickelt sich Unzufriedenheit, Schuldgefühle, Atemnot und andere sekundäre Beziehungskrankheiten. ©EV


Wie selten höre ich von Freunden, dass sie sich ein erfühltes glückliches Leben wünschen, einem Partner oder Partnerin, gesund zu sein, lachen, tanzen, helfen, lieben. Mich interessiert wohl, weswegen es so ist. Ob das deswegen so ist, weil Menschen das alles schon haben meinen oder auf dem Weg dahin sind oder weil sie so enttäuscht sind, dass sich darauf einfach im Voraus verzichtet haben. Andere Gründe gibt es natürlich auch, aber mir geht es an erster Linie darum, an dieser Stelle Klarheit zu schaffen.